Sonntag, 16. Juni 2013

Ein Zuhause für den Raspberry Pi

Meine bessere Hälfte und die Technik - ein endloses Kapitel. Typisch Mann eben. ;) Die neueste Spielerei ist ein Raspberry Pi, also ein Einplatinen-Computer. Frau muss nicht verstehen, wozu das kleine Ding gut ist, allerdings fällt Frau sofort auf, dass dieser kleine Computer trotz allem einiges an Zubehör braucht und diese Sachen dann irgendwo als unordentlicher Haufen in der Wohnung herumliegen. Das geht ja wohl gar nicht! Und wozu habe ich denn einen Spezialisten für selbstgemachte Kästen? Genau, um dem kleinen Raspberry Pi und seinen Anhängseln ein Zuhause anzupassen! Meine bessere Hälfte hatte dann auch gleich eine hübsche Idee, ein Kasten mit Hals sollte es werden. Praktischerweise bildet ein kleinerer Kasten im Kasten den Hals, das Innere kann man also einfach herausnehmen und der Deckel liegt auf dem äußeren Kasten passgenau auf, ohne herunterzurutschen.

Kasten im Kasten
Alle Teile im Überblick
Damit der Platz sinnvoll für eine flache Tastatur genutzt werden kann, wurden im Inneren des großen Kastens Abstandhalter platziert, auf denen der kleinere Kasten aufliegt. 

Abstandhalter im Inneren
Ursprünglich war auch geplant, den Platz des inneren Kastens zusätzlich in Fächer einzuteilen, allerdings wäre dazu ein weiterer Bogen Graupappe nötig gewesen, das fanden wir irgendwie zu viel.


Ich hab' einen Kasten in dieser speziellen Form noch nirgends gesehen, auch nicht in unseren diversen Fachbüchern. Hatte meine bessere Hälfte da mal eine Art kreative Neuschaffungsidee? Bei mir reicht's immer nur zum "Nachmachen". ;)

Raspberry Pi Logo
Der Kasten ist aber trotzdem ein gemeinsames Projekt geworden: Der Herr hat den Kasten konstruiert und zusammengesetzt, dazu das Innere mit Elefantenhaut bezogen und die Kanten mit dunkelrotem Buchbinderleinen abgesetzt. Das Beziehen der äußeren Flächen durfte ich dann übernehmen - das ist nämlich nicht ganz so schwierig. ;) Ich habe mich für ein Marmorpapier entschieden, von dem wir zufällig noch mehrere Bögen da hatten und das somit auch ausreichend vorhanden war, der Kasten ist nämlich mit ca. 50 x 20 x 19 cm auch recht groß. Das Logo des Raspberry Pi haben wir ausgedruckt, ausgeschnitten und auf den Deckel mit aufgeklebt, quasi als Namensschild für sein Zuhause.

Ich finde, der Kasten ist sehr schick geworden, vor allem herrscht jetzt wieder Ordnung. ;) Wie gefällt euch der Kasten?


Und wenn ihr euch jetzt fragt, was man mit so einem Raspberry Pi eigentlich anstellt, dann solltet ihr euch an den Bücheronkel wenden, dem gehört nämlich der kleine Computer und der kennt sich damit sehr viel besser aus als ich.

Falls ihr selbst mal einen einfachen Kasten machen wollt, dann schaut einfach mal HIER vorbei - da haben wir nämlich bereits eine kleine Anleitung bereitgestellt.

Bis bald,
die Basteltante

Donnerstag, 13. Juni 2013

Fotojagd #1

Viele kennen das bestimmt, kaum hat man die Kamera dabei, gibt es Momente, in denen man sich einfach mal auf Fotojagd begeben muss. Oder man schaut aus dem Fenster und entdeckt etwas - schnell die Kamera schnappen und losflitzen.

Wir waren auch auf Fotojagd, mal sehen, was die Kameras eingefangen haben. Klick auf's Foto macht hoffentlich groß.






 

+++

Zusatzmaterial



eingerollter Farn

Minischnecke am Rosmarin


Geht ihr manchmal auch auf Fotojagd? Was habt ihr eingefangen?

Bis bald,
die Basteltante

Montag, 10. Juni 2013

[Aus unserem Bücherregal] "Bücher binden und gestalten" von Marlies Zibell

Letztes Mal habe ich euch einen kleinen Überblick über die Bücher, die sich zum Thema Buchbinden schon bei uns angesammelt haben, gezeigt. Heute möchte ich euch endlich das erste Buch vorstellen:


Gebundene Ausgabe 2001, 63 Seiten, 12,90 €

Das Buch habe ich 2007 zum Geburtstag bekommen, nachdem ich in dem Jahr angefangen hatte, erste Bücher selbst zu binden. Damals habe ich mir noch mit einer selbstverfassten Anleitung von einer Internet-Bekanntschaft beholfen und die Bücher mit Pattex geklebt. Wenn ich heute so darüber nachdenke, muss ich darüber einfach nur lachen. Man kann Bücher durchaus mit Pattex kleben - allerdings würde ich das heute niemandem mehr empfehlen. Also vergesst es ganz schnell wieder! ;) Und bevor ich weiter abschweife, zurück zum Buch!

Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis
Das erwähnte Buch richtet sich an Einsteiger und Laien, die noch keine Ahnung vom Buchbinden haben, daher sind die Anleitungen für einige einfache Basis-Projekte gut beschrieben und mit zahlreichen Bildern ausgeschmückt.
Die folgenden Anleitungen sind darin zu finden:
  • Fadenheftung
  • Klebebindung
  • Ganz- und Halbgewebebände
  • Buchblöcke mit Buchschrauben
  • Japanische Blockbindung
  • Leporellos
Ein Blick auf eine bebilderte Anleitung
Außerdem gibt es einen kleinen Anhang, in dem einige Grundlagen - wie die Laufrichtung von Papier - erklärt werden. Als ich das Buch damals bekam, habe ich dem Anhang ehrlich gesagt nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt, allerdings ist dieses Basiswissen in der Praxis unumgänglich, wenn man nicht nur ein schönes Buch, sondern auch ein haltbares Buch herstellen möchte.

schematische Darstellung vom Aufbau eines Buches
Zusätzlich zu dem vermittelten Grundwissen und den Anleitungen für einfache Bücher gibt die Autorin auch einige Anregungen zu kreativen Gestaltungsmöglichkeiten, um selbst Bucheinbände zu gestalten.

Kreative Gestaltungsmöglichkeiten entdecken
Für Einsteiger und Laien ist dieses Buch zum Einstieg in das Buchbinden durchaus eine gute Wahl. Das absolute Grundwissen wird zwar mit wenigen Worten, dafür umso mehr mit Skizzen und Fotos sehr gut erklärt. Die Anleitungen sind ebenfalls gut verständlich und mit Hilfe der beigefügten Skizzen und Fotos leicht nachzuvollziehen. Was dieses Buch allerdings nicht ersetzen kann, sind die kleinen nützlichen Tricks und Kniffe aus dem Buchbinder-Alltag, die so manchen Schritt sehr viel einfacher machen können. Die Autorin macht es stellenweise ein wenig umständlich vor - man kann es so machen, aber es ginge auch einfacher bzw. anders.

Ein eigenes Kapitel für die japanische Bindung
Das Thema zur japanischen Blockbindung ist für meinen Geschmack zu einseitig und kurz abgehandelt. Es wird überhaupt nicht deutlich, wie groß hier der Spielraum dieser Bindung ist, vor allem hat die Autorin hier meiner Meinung nach gleich die aufwendigste Variante in ihrer Anleitung verwendet, und zwar die Verwendung eines festen Einbands.
Die Anregungen für die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten gefallen mir persönlich sehr gut und sind der richtige Schritt, um seine Bücher selbst kreativ und unabhängig gestalten zu können.

Beispiel für Gestaltungsmöglichkeiten
Was ich ein wenig vermisse, ist eine Liste oder Empfehlung mit Adressen, wo man das Material zum Buchbinden kaufen kann. Nicht jeder hat einen Buchbinderladen um die Ecke und das Suchen im Internet kann schon mal mühselig sein. Hier wären daher meiner Meinung nach ein paar Tipps durchaus hilfreich gewesen.

Fazit:
Insgesamt betrachtet ist dieses Buch für denjenigen geeignet, der in das Buchbinden einsteigen und dabei schnell und gezielt sein erstes Buch selbst binden möchte. Das Buch kann hierbei wirklich nur beim Einstieg helfen, wenn man sich mehr mit dem Buchbinden beschäftigen möchte, sollte man - sofern möglich - auch mal einen Kurs besuchen oder sich mit weiterführender Literatur aushelfen. Für Fortgeschrittene kann ich dieses Buch nicht mehr empfehlen, höchstens als Inspirationsquelle zur Einbandgestaltung, denn die Ideen in diesem Buch sind wirklich schön, kreativ und doch schlicht und einfach nachzumachen. Darum nehme ich dieses Buch von Zeit zu Zeit durchaus in die Hand, um darin zu blättern.

Habe ich etwas vergessen? Habt ihr noch Fragen?

Bis bald,
die Basteltante

Freitag, 7. Juni 2013

Blumen aus Klopapierrollen

 

Der Upcycling-Dienstag ist eine regelrechte Oase an Ideen, um aus etwas Ausgedientem etwas Neues zu machen. Dort habe ich auch diese schöne Idee entdeckt: Blumen aus Klopapierrollen.

 

 

Hat mir auf Anhieb gefallen und musste ich auch gleich einmal ausprobieren. Ist auch wirklich total einfach, schnell gemacht und sieht am Ende schick aus.


Ich habe mich dafür entschieden, die Rollen auch schön bunt anzumalen, man könnte das Ganze natürlich auch dezenter gestalten, aber die Wand der Essecke ist eh schon weiß und langweilig, da wirken so ein paar farbige Blumen gleich richtig fröhlich.


Die Blumen habe ich dann mit Perlonschnur an zwei über Kreuz gebundene Cannastäbe befestigt, so als eine Art Mobile.


Die Blumen  passen eigentlich auch gut zu den farbenfrohen Häusern meines Venetian Blind Books, das in derselben Ecke eine Etage höher beheimatet ist.

Und jetzt heißt es ran an die Klopapierrollen und die Farbe! ;)
Bis bald,
die Basteltante
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